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Veröffentlicht am 17.03.2015 von Harry Pfliegl

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Toto: Im Westcoast-Style zum Erfolg

Ist es Rock oder geht es eher in die Richtung Pop? Diese Frage ist selbst für Fans der US-amerikanischen Band Toto nicht ganz einfach zu beantworten. Denn anders als bei klassischen Rockformationen dominierten nicht Gitarren, Bässe oder Schlagzeuge den Sound, sondern vor allem Klavier und Keyboards. Generell wird der Sound von Toto deshalb als Westcoast-Style bezeichnet und in die Rubrik Adult-oriented Rock eingeordnet, der sich in erster Linie an eine erwachsene Hörerschaft richtet.

So wurde Toto gegründet

Jeff Porcaro und David Paich hatten Toto Mitte der 1970er Jahre gegründet. Sie hatten zuvor zusammen mit dem mittlerweile verstorbenen Mike Porcaro in der High School in einer Band zusammen gespielt, der jedoch keine große Zukunft beschieden war. Erst als Jeff und David gemeinsam von Boz Scaggs engagiert wurden, entstand die Idee, wieder eine eigene Band zu gründen. Sie holten Steve Porcaro, Bobby Kimball sowie David Hungate an Bord und benannten sich nach Dorothys Hund in „Der Zauberer von Oz“. Eine weitere Erklärung dafür, dass sich die Band diesen Namen gab, lieferte der damalige Bassist David Hungate in einem Interview: In der lateinischen Sprache bedeute „in toto“ so viel wie allumfassend. Dies habe man als passend empfunden, weil sich die Band stilistisch nicht festlegen wollte.

Aus dem Stand an die Spitze

Gleich mit dem ersten Album, dem 1978 erschienenen Toto erhielt die Band die erste Grammy-Nominierung in der Kategorie „Bester Newcomer. Mit den beiden folgenden Alben konnte Toto nicht an diesen Erfolg anknüpfen. Jedoch ließ der weltweite Durchbruch nicht lange auf sich warten: Dieser kam mit dem 1982 erschienen Album „Toto IV“, auf dem unter anderem die Welthits Rosanna und Africa veröffentlicht wurden. Allein für dieses Album erhielt Toto sechs Grammys.

Toto taumelt durch die Krise

Als David Hungate durch Mike Porcaro ersetzt wurde, bahnte sich ein Problem an, das Toto bis in die 1990er Jahre hinein verfolgen sollte: Unter anderem verließen Bobby Kimball, Steve Porcaro und diverse Leadsänger die Band. Diese Probleme konnten noch gelöst werden, jedoch geriet Toto in eine ernsthafte Krise, nachdem Schlagzeuger Jeff Porcaro 1992 verstorben war. Das Besetzungschaos setzte sich allerdings fort, bis die Band 2008 offiziell aufgelöst wurde.

Auf dem Höhepunkt der Popularität

Den absoluten Adelsschlag erlebte Toto erst am 12. Oktober 2009, als die Band mit Ausnahme von Sänger Bobby Kimball mit der Aufnahme in die Musicians Hall of Fame. Etwa ein halbes Jahr später kam es zu Ehren des kranken Mike Porcaro zu einer ersten Reunion für eine zweiwöchige Tournee, bei der auch diverse vorher ausgeschiedene Mitglieder auf der Bühne standen.

Foto: Wikipedia Commons | Maltesen

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