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Veröffentlicht am 25.03.2015 von Harry Pfliegl

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The Kinks: die Väter des Punk?

Zusammen mit den Beatles, den Rolling Stones und The Who zählten The Kinks zu den erfolgreichsten Bands der 1960er Jahre und waren Teil der sogenannten British Invasion. Weil bis zum heutigen Tag zahlreiche Bands wie die Pretenders oder The Jam von den Kinks beeinflusst wurden, werden die Kinks heute gerne als Urväter von Punk und Britpop bezeichnet.

So sind die Kinks entstanden

Die beiden Brüder Ray und Dave Davies hatten schon bei The Ravens – allerdings erfolglos – musikalische Erfahrungen gesammelt, als sie die Kinks Ende 1963 im Norden Londons gründeten. Sie wurden bereits im Januar 1964 von Paye Records unter Vertrag genommen. Dieses Label hatte den Vertrieb für zahlreiche Plattenfirmen aus den USA in Großbritannien übernommen, aber auch selbst diverse Künstler und Bands wie Donovan, Status Quo oder eben die Kinks unter Vertrag genommen.

Während sich die ersten beiden Singles stilistisch noch stark an den Beatles orientierten und für eher mäßige Verkaufszahlen sorgten, gelang den Kinks mit You Really Got Me der weltweite Durchbruch. Das markante Markenzeichen der dritten Single war Dave Davis Gitarrenriff, der nur aus zwei Noten bestand und als Geburtsstunde des Hardrock gilt.

Die Entwicklung der Kinks

Bei den frühen Alben der Kinks handelte es sich um eher unzusammenhängende Sammlungen von Songs. Erst ab dem 1966er Album Face to Face betrachteten die Kinks die Langspielplatte als eigene Kunstform, die konzeptionell von einem roten Faden durchzogen wurde. Ab Ende der 1960er Jahre veröffentlichten die Kinks drei Konzeptalben, die jedoch die Erfolge des White Album, Beggars Banquet oder Tommy nicht erreichten.

Die 1970er Jahre waren geprägt von textlastigen Konzeptalben, die sowohl von Fans als auch von der Kritik äußerst zwiespältig aufgenommen wurden. Auch in Bezug auf die Verkaufszahlen konnten die Kinks nicht mehr an ihre alten Erfolge anknüpfen. Das kommerzielle Comeback erfolgte erst Ende der 1970er Jahre, als die Kinks zu ihren musikalischen Wurzeln zurückkehrten und Songs mit einem kraftvollen und stringenten Sound veröffentlichte.

Das schleichende Ende

Die große Zeit der Kinks war schließlich vorbei, als Drummer Mick Avory die Band verließ, weil weder er noch Dave Davis weiter zusammenarbeiten wollten. Ihr letztes reguläres Studioalbum Phobia veröffentlichten die Kinks neun Jahre später, der letzte gemeinsame Auftritt erfolgte 1996 beim Norwegian-Wood-Festival. Obwohl Ray und Dave Davis sowohl allein als auch mit Band weiterhin auf Tournee gehen, gilt ein weiterer gemeinsamer Auftritt der beiden wegen der großen Spannungen zwischen den Brüdern als sehr unwahrscheinlich. Offiziell aufgelöst wurden die Kinks aber bislang nicht.

Foto: „Kinks – You Really Got Me1“ von unbekannt – discogs. Lizenziert unter PD-Schöpfungshöhe über Wikipedia – http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Kinks_-_You_Really_Got_Me1.jpg#/media/File:Kinks_-_You_Really_Got_Me1.jpg

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