Interviews

Veröffentlicht am 18.02.2016 von nemesis

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Axxis über Collection Of Power und das Comeback

Dass nicht alle Interviews gleich sind, ist wohl logisch. Während so mancher Mucker die Zähne bei einem solchen Talk kaum auseinander bekommt, hat man dieses Problem bei Axxis-Frontmann Bernhard Weiß wahrlich nicht. Vom eigentlichen Gegenstand dieses Interviews, der aktuellen EP Collection Of Power kommt man relativ schnell ab. „Ich bin über die tollen Reaktionen auf die EP wirklich überrascht.

Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Scheibe auch etwas für andere Hörer denn unsere Fans ist, aber da scheinen wir uns wohl geirrt zu haben. Auch die Resonanzen, die wir in den Interviews mitbekommen, sind sehr gut.“

Sound aus den Hermes-Studios

Wobei Bernhard auch zugeben muss, dass auch hier so manch kuriose Geschichte über die Bühne ging: „Bei einem Interview ging es inhaltlich fast nur um ein Thema: Wir haben die Scheibe in einem Teil der Hermes-Studios verwurschtelt. Diese Studios sind in erster Linie für Pornofilme bekannt. Und in einem Interview ging der Schreiberling nur auf diese Geschichte ein, um die aktuelle CD ging es gut wie gar nicht. Ich denke, Fans, die so etwas lesen möchten, sollen sich lieber irgendwas über Theresa Orlowski besorgen statt sich ein Axxis-Interview zu geben.“

Eine lang geplante Aktion war die EP wahrlich nicht. „Es war eher ein Schnellschuss. Auch haben wir an der Produktion nicht großartig rumgemacht. Einerseits ist sie eine Bedienung, ein Dankeschön an unsere tollen Fans. Zum zweiten stellt die EP sicher auch eine gute Möglichkeit dar, den zweiten Teil der Pink Cream 69-/Axxis-Tour zu promoten.“ Und gerade durch ihre Shows holen sich Axxis noch mehr Fans dazu. Zum Beispiel solche, denen der Sound der Band ansonsten zu fröhlich ist. Live kann man der guten Laune und Energie, die rüberkommt, nur schwer entziehen.

Über Dur und Moll

„Eigentlich sind alle unsere Songs in Moll gehalten, die Auflösungen gehen dann mehr in den Dur-Bereich. Es kommt auch darauf an, wie man mit Moll-Tonarten umgeht, wie man sie einsetzt: Um Melancholie zu schaffen oder Hoffnung. Wir wollen eben Zweiteres. Fröhliche Songs, die geradeaus gehen braucht es einfach auch, das wollen die Leute. Axxis machen keinen Artrock. Diese Richtung habe ich früher mit einer anderen Band mal gemacht. Ich fand´s toll,k wie gut wir alles konnten. Aber wenn die Leute während eines Konzertes über die Musik diskutieren? Das war meine Müsli-Phase.“

Nun, soll ja an sich gesund sein. Und dass Bernhard sich für die straightere Mucke letztendlich entschieden hat, soll nicht heißen, dass Bands, die sich in komplexeren und komplizierten Sound-Gewändern suhlen, ein rotes Tuch wären. „Dream Theater finde ich toll, aber das Problem ist, dass alle so klingen wollen, dabei aber keinen Vier-Viertel-Takt gerade auf die Eins spielen. Die meisten Musiker versuchen heutzutage, das Pferd von hinten auf zu zäunen. Lieber sollte man sich doch einmal bemühen, das Einfache perfekt zu können. Nimm` mal AC/DC als Beispiel:

Wie oft wurde diese Band schon niedergemacht, weil sie eben technisch nicht Gefrickel und sonstige Schmonzetten präsentieren. Aber im Endeffekt kann keiner derjenigen, der sich über mangelnde Kniffligkeit beschwert, deren Sound nachspielen. Auch wir fanden es nie gut, das eigene Ego raushängen zu lassen. Wir arbeiten lieber mit versteckten Finessen.“ Außerdem sollte sich so manche Band vielleicht überlegen, ob man mit allzu komplexer Musik nicht am Ziel, nämlich Gefühle zu vermitteln, vorbei schießt.

Emotional überzeugen

„Ich finde, mit Musik sollten Emotionen erzeugt und transportiert werden. Dream Theater, um sie nochmal zu nennen, können das trotz ihres schwierigen Sounds. Viele andere Bands wollen in die gleiche Richtung, 7,5-Achtel-Takt hier und dort, aber unterm Strich klingen die meisten wie Kraut und Rüben. Als wir auf der Suche nach neuen Mitgliedern für Axxis waren haben wir eine Menge Gitarristen gehört. Sehr viele, darunter auch einige wirklich tolle Musiker, konnten vor sich hindudeln, aber unsere Songs haben sie einfach nicht gebracht, wie etwa ‘Touch The Rainbow`.“

Da Bernhard auch selbst ab und an die Klampfe zur Hand nimmt, weiß er also wovon er redet. „Ich gehe erst an Soli heran, wenn ich die einfachen Sachen auf den Punkt kann. Man muss erst einmal verstehen, welche Dimensionen dahinterstecken, wenn eine Band groovt. Man kann mit zu viel Kreativität auch eine Band kaputt machen. So kann auch ein hyperaktiver Drummer mit tausend Breaks und permanentem Doublebass alles zusammenhauen.“ Als Beispiel, dass es auch anders geht, führt der Sänger die Tour mit Black Sabbath zu Headless Cross-Zeiten an:

Wettkampf inenrhlab einer Band

„Wir hörten den Drum-Roadie den Beat von Headless Cross spielen, das war auch ganz okay. Als Cozy Powell danach den gleichen Beat trommelte, ging die Sonne auf. Die Nuancen sind wichtig. Was nützt es, wenn ein Klampfer an 15 Saiten auf einmal rumzupfen kann, man sich aber dabei zu Tode langweilt. Wer zu einer Band gehört, sollte nicht versuchen, die anderen Mitglieder auszustechen. Eine Band braucht keine Egoisten, die sollten dann lieber Solo-Projekte machen. Eine Band ist dann wirklich eine Band, wenn man auf Dauer gemeinsam songdienlich arbeitet.“ Somit dürfte auch klar sein, welches die Hauptaspekte waren, als es darum ging, neue Mitstreiter für Axxis an Bord zu holen. „Wir haben Leute ausgewählt, die musikalisch zu uns passen wie die Faust aufs Auge. Es hat einfach gekracht.

„Utopia“

Bei denjenigen, die sich bei uns vorgestellt haben, waren ohne Zweifel gute Musiker dabei. Manche wollen bei solchen Chancen und Vorspielaktionen auch ihr ganzes Können zeigen, wollen beeindrucken. Dabei kann es eben aber auch vorkommen, dass man übers Ziel rauskracht. Wir sind offen für andere Musiker, aber wir wollen keine Solisten, sondern Bandmitglieder. Alles, was wir tun, klingt nach Axxis. Die Scheibe ‘Voodoo Vibes’ ist dazu nur die Gegenthese.“ Nimmt man sich aber die Zeit, sich genau dieses Scheibchen eingehender einzuverleiben, wird auch hier deutlich, dass man vom ursprünglichen Axxis-Sound gar nicht so weit weg ist.

Wenn das Demo mehr rockt als das Endergebnis

„Das beste Beispiel war ein Typ, der die Songs in Demo-Version gehört. Er fand sie super. Als er dann den endgültigen Mix zu Ohren bekam, war er entsetzt. Die Band und die Songs hatten sich auch damals nicht geändert, wir haben einfach bei der Produktion Mist gebaut. Wir haben einige Drum-Loops verwendet, wollten ein wenig experimenteller sein, und es war ein Flop. Wir wollten und mussten auch ausprobieren, wie weit wir gehen konnten. Anscheinend war ‘Voodoo Vibes’ einen Schritt zu viel. Wir müssen eben traditionell arbeiten. Sicher hat und dieses Album auch Spaß gemacht, aber es sollten sowohl Fans als auch die Band ihren Fun haben.

Die Platte hat sich nicht so gut verkauft, aber wir wollen auch unsere Fans nicht enttäuschen. Wir mögen eine Mischung aus Mystik, Power und Melodien. Das ist es auch, was die Fans an unserer Musik mögen.“ Auch sollen all diese Attribute auf die nächste, 2001 erscheinende, Platte zutreffen. Doch wenn es sich in diesem Interview schon um eine EP, die in erster Linie den Fans der Band gewidmet ist, sollte man doch auch mal auf die Fans eingehen. „Ich bin kein Freund von Distanz, ich liebe die Kontakte zu unseren Fans. Ich, der Coole, und Ihr, die Rübennasen… nee, das haut nicht hin, das entspricht mir nicht. Es ist toll, dass auf beiden Seiten keine Berührungsängste da sind.“

Sein eigener Psychiater

Noch ein Aspekt also, den der Fronter an seinem Beruf liebt,… wie eigentlich seinen ganzen Beruf und seine Art zu leben. Wobei man Beruf hier wirklich noch mit Berufung assoziieren kann. „Job bedeutet für mich, etwas zu machen, um Geld zu verdienen. Beruf hat etwas damit zu tun, sich zu offenbaren, wie etwa mit Musik. Allerdings geht das Musikmachen noch ein Stück über Berufung an sich hinaus. Eigentlich bin ich mein eigener Psychiater. Mit Hilfe der Songs kann ich meine Probleme aufarbeiten. Ich finde deshalb auch nicht Lösungen, aber man Dinge leichter verdauen. Die einen saufen, die anderen treten ihren Frauen in den Hintern,… ich kann meine Probleme in Musik verpacken.

Das ist so etwas wie die beste Freundin. Der Song ‘Shadowman’ ist so ein Fall. Hier geht es um meine schlechten Seiten, dass ich mich durch meine Arbeit zu wenig um meine Freunde kümmere zum Beispiel. Ich habe manchmal bitterböse Gedanken, und gäbe es weder Moral noch Gesetze… oh oh. ich könnte wohl ab und an schon zum Amokläufer werden. Man fühlt sich angesichts vieler Dinge manchmal so hilflos, und wenn man sich nur über Ämter oder den Staat ärgert. So kann man das auch mal rauslassen.“ Dass Aggressionen auch mal raus müssen, und man nicht alles schön reden kann, ist klar.

Wenn Diskussionen für´n … sind

„Was hilft es, wenn einem einer gegen das Schienbein tritt, und man das Ganze mit einer Diskussion klärt? Deshalb tut einem das Schienbein auch noch weh. Wenn man zurück tritt, tut es wenigstens beiden Beteiligten weh. Ich bin echt kein Psychopath, aber jeder hat mal das Gefühl, Dampf ablassen zu müssen oder malt sich innerlich aus, was man anstellen könnte oder am liebsten würde. Musik ist hier eine trauhafte Möglichkeit, sich abzureagieren.“ Und Leute, dass sich auch kleine, eigentlich nette und harmlose Mädels wie ich manchmal abreagieren müssen, und dann Priest´s ‘Painkiller’ sechsmal am Stück herhalten muss, bis man mich wieder ruhigen Gewissens auf die Menschheit loslassen kann.. tja, das könnt ihr mir glauben.

„Na Na, Hey Hey. Kiss Him Goodbye“

Aber da wären wir schon beim nächsten Thema: Hardrock ist Musik für Männer, für die ganz Harten. Also, eigentlich gar nichts für Männer, wenn Ihr mich fragt. Nicht hauen! Autsch! „Uns wurde mal gesagt, Hardrock sei nur Musik für das männliche Geschlecht. Der Typ war wohl noch nie bei einem unserer Konzerte. Da sieht man beide Geschlechter gleich stark vertreten. Rockmusik und Hardrock ist für alle.“ Heavy Metal auch. Und entgegen vieler Vorurteilen, die es wahrscheinlich noch länger geben wird, als die Zeit der Hexenverbrennung andauerte…. „.. macht diese Art Musik sicher nicht aggressiv, ganz im Gegenteil.

Puma-Gesellschaft

Sie hilft. Backstreet Boys machen mich aggressiv. Diese Songs über Traumprinzen und Traummänner…! Wenn die Kids dann begreifen, wie das Leben wirklich läuft, sind sie enttäuscht.“ In einer solchen Down-Phase kann es tatsächlich ‘richtige’ Musik sein, die einem den Dampf gibt, nicht weiter am Boden rumzukrabbeln, sondern seine Kräfte zu mobilisieren. Wobei es leider in der heutigen Nachwuchsgesellschaft eher so ist, dass das Gleichheitsprinzip gestärkt wird. „Irgendwie will jeder Individualist sein, aber eigentlich ist das fast niemand. Wir haben eine Puma-Gesellschaft. Wertvolle Menschen veröden, weil sie sich anpassen. Diese Entwicklung kann man auch im wirtschaftlichen Bereich erkennen. Wieviele Privta-Radios gibt es mittlerweile?

Ich dachte wirklich, dass damit auch mehr Schwung und Abwechslung in die Radio-Landschaft kommen würde. Aber, was ist: Alle machen den gleichen Käse, es ist immer derselbe Brei. Der Sinn hinter diesen Sendern sollte doch eigentlich die Vielfalt sein. Manche Leute aus diesem Bereich behaupten auch, die Hörer, und erst recht die weiblichen davon, würden Musik, wie wir sie machen, nicht hören wollen.

Dann muss ich mich aber fragen, weshalb doch ein ganzes Stück dieser Mucke in den Charts landet. Die Adios haben ihr Publikum dazu erzogen, dass nur noch Backstreet Boys (auf die scheint Bernhard seinen Lieblings-Hals zu haben) über den Äther eiern. Niemand bleibt den ganzen Tag am Radio, um auf einen Rock-Song zu warten. Diese Entwicklung ist doof, die Leute dahinter sind doof, die Hörer sind doof, und die, die es noch nicht sind, werden doof gezogen.“ Dazu eine kleine Story kurz am Rande: Als musikverrücktes Gemenschel wagt man ja hin und wieder den Gang aus den eigenen vier Wänden, um mal den einen oder anderen Plattenladen auf brauchbares Material zu untersuchen.

„Bloodangel“

„Transparente“ Hintergrundmusik

Was man dort als so genannte transparente Hintergrundmucke ertragen muss, hat allerdings mit angenehm und unaufdringlich meist weniger zu tun. Es ist teilweise schlimmer als die Folterband, weshalb auch nicht wenige oft aus lauter Verzweiflung schreiend, aus dem betreffenden Laden rennen. Die Geduld, sich nach neuen CDs umzusehen und zu kruschen, ist in Null-komma-nix weg. Oder was würdet ihr tun, wenn ihr euch in voller Lautstärke Hubert Von Goisern geben müsstet? „Was man oft als transparente Musik bezeichnet, ist nicht transparent, sondern schlicht blöd. Man glaubt auch gar nicht, wie blöd die Medien sein können. Allein die Behauptung, zu unseren Konzerten würden nur Männer kommen. Durch dieses Verhalten der Medien haben Leute, die nicht in der Hardrock-Szene unterwegs sind, kaum die Chance, Bands wie Axxis kennenzulernen.

Auf unseren Konzerten sind Menschen, die sich mit unserer Musik beschäftigt haben, sachkundig sind. Wir haben kein 08/15-Publikum. Das ist der Vorteil. Und es macht Spass, vor diesen Leuten zu spielen.“ Die Ablehnung von Rock und Hardrock in den breiter gefächerten Medien und Radios ist allerdings nicht nur Ignoranz gegenüber den Bands und der Musik an sich. „Es ist auch eine Ignoranz den Fans dieser Musik gegenüber. Wer Hardrock mag, wird als doof und borniert abgestempelt.“ Nun, wir mögen zwar alle keine Einsteins oder Zweisteins sein, aber haben doch viele Rockfans den Teenies von heute eines an Wissen voraus. Wir wissen, was wir wollen. Wenn auch manchmal nur in musikalischer Hinsicht.

Kunterbuntes Publikum

Und was Bernhard besonders toll an seinem Publikum findet, ist die ‘Bandbreite’ selbiges. „Bei unseren Konzerten treffen sich Generationen. Lehrer stehen neben Polizisten, die neben Kiddies und im anderen Eck` sind Slayer-Fans. Es ist einfach geil, das zu sehen. Ich bin heilfroh, dass wir kein kritikloses Publikum haben. Ich habe an mich selbst sehr hohe Erwartungen und ich freue jedes Mal auf ein Konzert. Ich bin aber auch immer froh, wenn es vorbei ist.“ Wohl logisch, dass man vielleicht ein kleines bisschen mehr Nervosität an den Tag legt, wenn man auf der Bühne seinen Job selbst machen muss ohne dass Geeiere vom Band kommt. „Als Fan finde ich zum Beispiel Mick Jagger von den Stones absolut klasse. Da sind zwar auch ein paar schiefen Töne live dabei, aber die Show ist einfach klasse.

„Don´t Leave Me“

Toto mag im Gegensatz dazu zwar sehr gern, aber als ich sie einmal live gesehen habe, war das nur langweilig. Michael Jackson ist so ein Beispiel: Ich habe ihn vor drei Jahren live in München gesehen. Ich glaubte nicht, dass er wirklich gesungen hat. Zwei Wochen später kursierten Gerüchte darum im ‘Spiegel’. Wenn es um Gigs geht, ist es nicht die Hauptsache, dass jeder Ton sitzt. Die Show und die Energie müssen stimmen. Dennoch will man auch auf der Bühne musikalisch alles so gut wie möglich hinkriegen, keine Frage.“ Um auf die nicht-musizierenden Musiker noch einmal zurückzukommen:

„Es ist unglaublich, wie viele SängerInnen ohne Verstärker nicht singen können, nur Gepiepse. Es ist sagenhaft, solche Leistungen als Gesang zu beurteilen. Nur die dummen Rockmusiker machen noch alles selbst. Das ist wohl out. Wir sollten auch alles machen lassen und dann sagen ‘oh, waren wir gut’. Das wäre besser.“ Ja, genau. Die Fans werden´s wohl begeistert aufnehmen. Aber wie heißt´s so schön? Ein bisschen Spaß muss sein. Sinn für selbigen bewies Nina Hagen… oder sollte es besser für ‘das-Kind-beim-Namen-nennen’ heißen? „Nina Hagen war mal gemeinsam mit diesem Nils von Viva in Bioleks Show. Sie meinte zu Nils, er könne nichts anderes als Leute fertig machen.“

Naja, sonderlich viel andere ‘Qualitäten’ scheint der Moderator (kann es eventuell sein, dass die Bedeutung dieses Wortes auch schon an Boden verloren hat oder sie einfach entstellt wurde?) nicht zu haben. Nur, ist es nicht langsam an der Tagesordnung, nur noch Sprüche unterhalb der Gürtellinie und respektloses Verhalten mitzubekommen, wenn man die Glotze anknipst?! „Heutzutage fehlt einfach eine gewisse Portion Anstand. Aber vielleicht braucht man das in der heutigen Zeit auch nicht mehr. Nur dann drängt sich mir die Frage auf, weshalb alle so unglücklich sind. Es gibt ja auch immer wieder Artikel über diese Generation der Ja-Sager.

Schnösel-Mucke

Nach außen hin gibt man sich cool, alles ist schön. Aber innerlich ist man total weich, gerade, dass man nicht jeden Moment anfängt zu weinen. Ich finde es auch lächerlich, wenn ich mir ansehe, dass reiche Schnösel HipHop fabrizieren. Eigentlich war das mal die Musik der Ghetto-Landschaft.“

„Fire And Ice“

Wie stark sich wiederum Fans mit ‘ihrer’ Musik auseinandersetzen können, zeigen einige Beispiele aus der Axxis-Anhängerschaft. „Ich bin manchmal überrascht, teils auch entsetzt, was manche Hörer in unsere Songs hinein interpretieren. Es ist toll, dass die Leute unseren Sound nicht einfach so hirnlos hinnehmen, und das ist auch das Schöne am Musikmachen. Man kann den Menschen etwas mitgeben. Kein Politiker dieser Welt hat eine solche Macht. Leider tun es aber viele Künstler, die das entsprechend große Podium hätten, genau das nicht. Das ist so eine Sache mit der Kunst. Die Kunst an der Kunst ist, mit verschiedenen Ausdrucksformen Gefühle in Menschen zu wecken, Hoffnung, etwas Positives in einer Person zu wecken.

Kunst als Lebensretter?

Ich finde die Vorstellung toll, wenn einer zum Beispiel von der Brücke springen will, einen schönes Bild sieht, das ihm nahe geht, und sein Vorhaben daraufhin nicht mehr in die Tat umsetzt. An uns wurde einmal die Bitte herangetragen, bei einer Hochzeit zu spielen, weil sich die beiden bei einem Axxis-Song kennengelernt hatten. ‘Little War’ ist zum Beispiel ein Songs, der uns zu spielen, sehr viel Spaß macht. Für jemand anderen bedeutet er aber vielleicht vielmehr.

Unsere CDs sind für mich wie Foto-Alben, ich selbst kann in ihnen irgendwann nichts Neues mehr entdecken, aber es werden Erinnerungen wach.“ Dass Erinnerungen allerdings nicht nur das werte Hirn belagern können, dürften auch schon einige von Euch erlebt haben. Kaum ist das Wetter wie an Tag XY riecht die Luft auch genauso etc…. „Das muss irgendein primitiver Instinkt sein, da ist der Mensch wie das Tier. Kaum erinnert einen eine Situation oder eine andere Kleinigkeit an irgendetwas, kommen auch die gleichen Gefühle, Gerüche und so weiter wieder rauf. Bei einem unserer Songs gab es ein Erdbeben und ein Kaffee kippte um. Seitdem rieche ich immer Kaffee, wenn ich diesen Song höre. Ich bin der einzige, der da Kaffee in der Nase hat.“ Naja, andere Leute trinken das schwarze Gebräu…..

Aktuelle Besetzung:

Gesang – Bernhard Weiß
Gitarre – Stefan Weber
Bass – Rob Schomaker
Keyboard – Harry Oellers
Schlagzeug – Dirk Brand

Ehemalige Mitglieder:

Gitarre – Walter Pietsch
Gitarre – Guido Wehmeyer
Bass – Werner Kleinhans
Bass – Markus Gfeller
Bass – Udo „Kuno“ Niemeyer
Schlagzeug- Richard Michalski
Schlagzeug – André Hilgers
Schlagzeug- Alex Landenburg
Gitarre – Marco Wriedt

Alben:

Studioalben:

Kingdom of the Night
Axxis II
The Big Thrill
Matters of Survival
Voodoo Vibes
Back to the Kingdom
Eyes of Darkness
Time Machine
Paradise in Flames
Doom of Destiny
Utopia
reDISCOver(ed) (cover)
Kingdom of the Night II (Black Edition)

Aktuelle Platte:

Kingdom of the Night II (White Edition)

Livealben und Kompilationen:

Access All Areas (Live)
Profile – The Best of Axxis (Japan Kompilation)
Pure & Rough (Internet-CD, über Homepage beziehbar)
Best of Ballads & Acoustic Specials
20 Years of Axxis: The legendary Anniversary Live Show (Doppel-DVD und Doppel-CD)

Singles und Eps:

Kingdom of the Night
Living in a World
Fire and Ice
Tears of the Trees
Ships Are Sailing
Touch the Rainbow
Hold You
Save Me
Little Look Back (live)
Stay don´t Leave Me
Love Doesn´t Know Any Distance
Another Day
Sarajevo
Collection of Power (Fan-EP)

photocredit: By Joerg Mueller (AXXIS) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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