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Veröffentlicht am 05.12.2016 von Josef Buch

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Emigrate – reinstes Luxusvergnügen

Bei dem Bandprojekt Emigrate des Rammstein-Gitarristen Richard Kruspe geht es überraschend freizügig zu. Konzipiert als Band zum sich austoben und Spaß haben ohne die übliche Promotion-Gänge und Verbindlichkeiten. Für jeden der den Rammstein-Sound mag aber sich das ganze auch mal auf Englisch vorstellen kann und das vielleicht auch ohne die „bräunliche Attitüde“ eines Till Lindemanns genießen möchte ist bei Emigrate goldrichtig.

New York, New York

Im Jahre 2001 lässt sich der Rammstein Klampfer Richard Kruspe in seiner neuen Wahl-Heimat New York City nieder. Schon damals besitzt er erste Pläne all der kreativen Energie Ausdruck zu verleihen, die bei Rammstein eben keinen Platz hat. Inspiriert vom neuen Umfeld möchte er sich ein Soloprojekt aufbauen, über das er 2005 das erste mal berichtete. Erste Aufnahmen verbreitet Kruspe über den Newsletter an die Rammstein-Community. „Babe“ und „My World“ sind dabei die ersten Songs die die Öffentlichkeit zu hören bekam. Unterstützt wurde er dabei vom Clawfinder-Drummer Henka Johannson, dem Bassisten Arnaud Giroux und den Produzenten Sascha Moser und Olsen Involtini.

Im Jahr 2007 erschien dann das erste Album „Emigrate“. Zu den Singles „New York City“ und „My World“ drehte er zugleich schicke Musikvideos. Gleichzeitig ist „My World“ auch auf dem Soundtrack des dritten Resident Evil Films: Extiction zu finden. Stilistisch ist Emigrate nicht meilenweit von Rammstein entfernt, obwohl der Gesang, der jetzt von Herr Kruspe selbst stammt, eine völlig andere Grundstimmung erzeugt. Irgendwie schleimiger und fieser der Charakter im Vergleich zu Lindemanns Alter Ego in Rammstein, und das ganze eben auf Englisch. Die Arrangements und vor allem der Gitarrensound sind ganz klar wiedererkennbar, dennoch sind die Songs dezent mehr an der guten alten Rock‘nRoll Tradition angelehnt als an der industriellen Dampframmen-Ästhetik. Zu Konzerten fährt Emigrate eine ganz einfache Strategie: Es gibt keine. Anscheinend tobt er sich bei Rammstein genug aus. Keinerlei Auftritte, Touren, Gigs, Festivals -Nichts.

Silent Sooo Long

Nach dem ersten Album wurde es wieder still um das Projekt und für 7 magische Jahre fiel Emigrate in einen Dornröschenschlaf. Erst als es zu einer weiteren Schaffenspause von Rammstein kommt im Jahre 2014 war wieder ein freies Zeitfenster geschaffen indem Emigrate ein weiteres Album veröffentlichen konnten. Das Album „Silent So Long“ kann mit mächtig bedeutenden Stars wie Jonathan Davis von Korn oder Lemmy Kilmister von Motörhead punkten.

Die erste Single „Eat You Alive“ erschien im Oktober 2014 samt Videoclip und featurt den Seeed-Frontman Dellé. Mit von der Partie sind außerdem die in Berlin lebende Peaches und Marylin Manson. Auch nach dem zweiten Album wurden keinerlei Auftritte bestätigt oder gar eine Tour.
Anfang 2015 bestätigte Kruspe, dass es nicht mehr lang bis zum dritten Album „Silent So Long II“ sein würde.

photocredit: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10203725631301578&set=o.143125545697938&type=3&theater

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