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Veröffentlicht am 23.03.2015 von Harry Pfliegl

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Deep Purple: die ersten Hardrocker

Obwohl Chaos bei Deep Purple Programm zu sein scheint – von der Urbesetzung aus dem Jahre 1968 ist lediglich Drummer Ian Paice übrig geblieben – sind diese Dinosaurier aus der Welt des Rock nicht mehr wegzudenken. Trotz zahlreicher Besetzungswechsel – unter anderem standen schon Whitesnake-Frontman David Coverdale und Ozzy Osbourne – mit Deep Purple im Studio und auf der Bühne – blieb Deep Purple dem grundsätzlichen Stil treu: der Sound ist geprägt von markanten Riffs, einem treibenden Rhythmus und vielfältigen Improvisationen. Heute gilt Deep Purple, die Mitte der 1970er Jahre vom Guiness Buch der Rekorde als lauteste Band der Welt geführt wurde, als Wegbereiter für Hardrock und Heavy Metal.

Die Gründung von Deep Purple: planmäßig

Weil die Geschäftsleute John Coletta und Tony Edwards in eine Rockgruppe investieren wollten, beauftragten sie den Musiker John Lord mit der Bandgründung. Er selbst spielte damals in der Formation Roundabout, die sich während einer Tournee durch Skandinavien in Deep Purple umbenannte.

In der ursprünglichen Besetzung mit John Lord, Ritchie Blackmore, Rod Evans, Ian Paice und Nick Simper spielte Deep Purple insgesamt drei Alben ein. Stilistisch orientierte sich Deep Purple zwar noch an den Beatles, präsentierte sich jedoch wesentlich härter.

Auf dem Weg zum Erfolg

Rod Evans und Nick Simper wurden bereits Mitte 1969 durch Ian Gillian sowie Roger Glover ersetzt. Auf dem Album Deep Purple in Rock wurden erstmals die stilistischen Elemente umgesetzt, die in den Folgejahren für Deep Purple charakteristisch bleiben sollten: Die markanten Riffs wurden von extatischem Gesang und klassischen Kadenzen untermalt. Nun schienen die klassischen Elemente auch verzichtbar. Damit vollzog Deep Purple einen Stilwechsel, der sich als elementar wichtig für das weitere Schaffen der Band herausstellen sollte. Denn John Lord hatte noch ein musikalisches Konzept verfolgt, bei welchem Pop und Klassik vereinigt werden sollten.

Das vorläufige Ende von Deep Purple

Weil Deep Purple in den folgenden Jahren nahezu ununterbrochen auf Tournee war, blieben Spannungen zwischen den Mitgliedern fast unausweichlich. Erste Trennungsgerüchte wurden 1973 laut, die sich jedoch nicht bestätigten. In eine ernsthafte Krise schlitterte Deep Purple erst, als Ritchie Blackmore ausstieg, um künftig mit der eigenen Band Rainbow weiterzuarbeiten.

In der mittlerweile vierten Besetzung erschien lediglich noch ein weiteres Album, bevor David Coverdale, John Lord und Ian Paice Deep Purple im März 1976 offiziell auflösten. Es sollte acht Jahre lang dauern, bis schließlich die Plattenfirma PolyGram massiv an einer Reunion in der zweiten Besetzung, mit der Deep Purple in der Vergangenheit die größten Erfolge gefeiert hatte, arbeitete. Schon das nächste Album in der neuen/alten Besetzung, Perfect Strangers, setzte neue Maßstäbe für die Rockmusik.

Foto: Carlos Delgado [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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