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Veröffentlicht am 17.08.2015 von nemesis

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Biographie Catastrophe Ballet

1989 sollte es der Fall sein, dass der Grundstock zu dieser Band gelegt wurde. Sänger Eric Burton war es, Quellen zu folge, wohl leid, nichtssagende Sounds rauf und runter zu hören und widmete sich stattdessen lieber selbst dem Musikmachen. Prägende Einflüsse für den Musiker gab es zuhauf, The Sisters Of Mercy, Field Of The Nephilim, Killing Joke, Christian Death spielten hierbei eine sicher nicht ungewichtige Rolle. In Etwa ein Jahr nahm es in Anspruch, bis es zu den ersten Live-Präsenzen kommen sollte.

Die Demos von Catastrophe Ballet erscheinen in Eigenregie und Eigenpressung, finden doch eine Menge Anklang in der Düster-Szene. Das erste Album „Monologues Of The Past And The Future“ wird über das eigene Label Etage Records veröffentlicht und verkauft sich immerhin über 1000 Mal in kürzester Zeit. Kurze Zeit später machen sich Catastrophe Ballet auf, mit Mephisto Waltz und Shadow Project gemeinsam zu touren, was natürlich auch weitere Bekanntschaften usw mit sich bringt.

Faith And The Muse-Basser William Faith, schon längst keine unbekannte Größe mehr in der Szene, nimmt sich so auch der zweiten Scheibe von Catastrophe Ballet an und produziert „Pandemoneum“. Dieses Album ist es auch, das der Band heue Türen öffnet. Die hieraus resultierende Teilnahme an der Zillo-Festival-Tour 1992 sorgt selbstredend für einen weiteren Aufschwung des Bekanntheitsgrads der Band. Es folgt die EP „Torso“. Producer Rodney Orpheus, unter anderem auch bereits tätig für The Sisters Of Mercy, Sungod und The Cassandra Complex, ist von Catastrophe Ballet sehr angetan, als sich ein gemeinsames Konzert ergeben hatte, dass er kurzerhand mitmischen will.

Klar wird das Angebot des Produzenten nicht abgeschlagen und Ende 1993 erscheint das neue Scheibchen „Transitio“. Der Sound ist im Vergleich zu vorher etwas elektronischer gefärbt und soll mit dem Cover des Sigue Sigue-Songs „21st Century Boy“ auch einen der bekanntesten Songs der Band im petto haben. Im Zuge dieses Albums begeben sich Catastrophe Ballet noch im selben Jahr auf Tour mit The Cassandra Complex. So bald sollen die Live-Aktivitäten der Gothicler nicht abreißen, im darauffolgenden Jahr, 1994, stehen die USA auf dem Programm, gemeinsam mit William Faith/ Faith And The Muse, 1995 wird Europa ausgiebig betourt, bevor man sich an die Arbeiten zum anstehenden Album „New Values“ macht. Kein Geringerer als Chris Lietz, bekannt u.a. durch seine Arbeit im Dienste der Krupps, produziert den neuen Silberling und verwendet dabei noch mehr elektronische Spielereien, die in den Sound der Band eingebastelt werden.

Als Highlights dieses Jahre kann auch der gemeinsame Auftritt mit Phillip Boa, Jesus And The Mary Chain sowie Ministry gewertet werden. Moliere´s Bühnenstück „Menschenfeind“ wird der Pate namenstechnisch des darauf folgenden Albums und fährt gleich zwei Produzenten auf: Von Girls Under Glass sind Hauke Harms und Axel Ermes mit von der Partie, auch ist diesmal eine Gastsängerin zu Gange: Patrica Nigani von der Band Aurora Sutra mischt bei dem Track „Love Is Dead And Death Is The Only Love“ mit. Man muss nicht spekulieren, dass es für Catastrophe Ballet natürlich stetig weiter bergauf ging – diesem Album folgte eine Headlinertour und auch bei der beliebten Zillo-Weihnachtstournee war die Band mit vertreten. Klar gab es noch weitere Auftritte, doch sollen hier die wichtigsten bzw größten genannt sein. 1996 kann sich die Band über ein Publikum von über 21.000 Leuten beim Zillo Festival freuen – und Drummer Alex macht die Band neben Sänger Eric, Lizz an den Keybords, Gitarrist Ian Christ und Matt E. am Bass komplett.

Auch 1999 soll ein bewegtes Jahr werden und Catastrophe Ballet neues bescheren. Die Band spielt gemeinsam mit den Szene-Heroen von Christian Death in New Mexiko und auch die erste Live-Präsenz in England steht auf dem Programm. Das Carnival Of Souls-Festival hat gerufen. Ohne Folgen bleibt dies nicht und so leckt das Label Nightbreed Records Blut und sichert sich die Rechte für den neuen bzw anstehenden Silberling „Modern Primitives“. Nach wie vor nicht auf eine gewisse Schiene eingefahren und immer offen für neue Details zeigen sich Catastrophe Ballet auf diesem Album allerdings gitarrenlastiger. Eine entsprechende Tour darf nicht fehlen und so folgt eine ausgedehnte Tour durch Europa sowie Auftritte in New Mexiko.

Mittlerweile hat sich Eric Burton auch einem eigenen Label, Hardbeat Propaganda, zugewandt, was nicht jede Anfrage für einen Auftritt zulässt. „Test Of Time“ ist so als erstes Live-Album der Band das Ergebnis ihres Auftritts beim Dark Nation Day Festival in Wien, auf dem auch VNV Nation und The Mission mit von der Partie sind. „Test Of Time“ erscheint im Mai 2003 und enthält neben den Live-Aufnahmen auch drei Songs aus den Arbeiten zu „Monologues Of The Past And The Future“, die somit erstmals die Öffentlichkeit erblicken. Selbstredend, dass Songs von Catastrophe Ballet stets auf einschlägigen Gothic- und Dark Wave-Samplern vertreten sind und waren, wie etwa „House Of Hate“ auch auf den German Mystic Sounds.

Auch 2004 kommen die Fans in den Genuss, die Band live auf dem WGT, dem Wave Gothic Treffen, zu erleben, ansonsten lässt die Band allerdings wenig von sich hören. Im folgenden Jahr, 2005, beginnen die Arbeiten zum neuen Longplayer „… All Beauty Dies“, an dem Eric Burton mit alten und auch neuen Mitmusiker doch ein wenig anders musikalisch, manche nennen es poppiger, agiert. Der Bombast wird gänzlich vermisst, doch findet das Album natürlich seine Fans. Noch vor der Veröffentlichung von „… All Beauty Dies“ begeben sich Catastrophe Ballet auf Tour mit Theatre Of Tragedy und Gothminister, die sie quer durch Deutschland führt. Auch auf dem Wave Gothic Treffen ist die Band wieder zu sehen. Lange hört man von der Band nichts mehr, Gerüchte über eine Auflösung von Catastrophe Ballet werden laut. Bis 2013 weiß man nichts genaues nicht – in diesem Jahr findet sich die Band nochmals auf dem Wave Gothic Treffen zusammen und nimmt dies als letztes, sozusagen, Abschiedskonzert wahr.

Das alles mag nicht nach so unglaublich viel klingen, doch sind es an die 25 Jahre, die diese Band die Szene aktiv bereichert und nicht wenige Klassiker geschaffen hat – von ungefähr 400 Live-Auftritten einmal ganz abgesehen. Und die Tätigkeiten von Hardbeat Propaganda für die Szene sind nicht minder interessant. Stay curious.

Alle Alben:

2006: … All Beauty Dies

2003: Test Of Time

2000: Modern Primitives

1997: Menschenfeind:

1996: News Values

1993: Transitio

1992: Pandemonium

1991: Monologues Of The Past And The Future

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