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Veröffentlicht am 29.03.2015 von Harry Pfliegl

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Alice Cooper: der musikalische King des Horror

Provokation und aufwendige Shows sind die Markenzeichen von Vincent Damon Runier alias Alice Cooper. Der Musiker hatte von 1968 bis 1974 in der gleichnamigen Band gesungen und anschließend den Namen für seine Solokarriere übernommen. Alice Cooper ist allerdings nicht nur im Aufnahmestudio und auf der Bühne zuhause, sondern auch auf der Kinoleinwand. So absolvierte er Gastauftritte in zahlreichen Filmen. Passend zu seinem Image als Düster-Rocker handelte es sich dabei überwiegend um Horrorfilme. Unter anderem spielte er in John Carpenters Die Fürsten der Dunkelheit oder Freddy Kruegers Vater in der Nightmare-on-Elm-Street-Reihe.

Der Weg in die Musik

Die musikalischen Anfänge Alice Coopers waren eher bescheiden: Er gründete bereits 1964 seine erste Formation, The Earwings. In den ersten Jahren wurden hauptsächlich Coverversionen von Songs der Beatles und der Rolling Stones gespielt. Die Formation benannte sich mehrfach um und fand 1968 mit Alice Cooper ihren endgültigen Namen.

Auch unter dem neuen Namen blieb die Band zunächst erfolglos. Das änderte sich erst, nachdem der kanadische Produzent Bob Enzrin auf Alice Cooper aufmerksam geworden war. Nun wurden aufwendige Bühnenshows entwickelt, deren Zentrum der Sänger war. Auf Tourneen präsentierte Alice Cooper bislang noch nie dagewesene Lasereffekte, aufwendige Kostüme und regelrechte Horrorshows, die oft in der simulierten Hinrichtung des Sängers mündeten. Diese kalkulierte Provokation ging auf, protestierte doch regelmäßig das Establishment dagegen. Die Folge: Auf dem Höhepunkt des Erfolges spielte Alice Cooper ausschließlich in ausverkauften Häusern.

Schließlich schaffte es Alice Cooper in der ersten Hälfte der 1970er Jahre mit den Alben Schools Out und Billion Dollar Babies, in die Riege der einflussreichsten Rockbands ihrer Zeit aufzusteigen. Nach diesem Höhepunkt folgte das weniger erfolgreiche Album Muscle of Love, woraufhin sich die Band inoffiziell auflöste.

Ende und Neuanfang

Die Musiker wollten sich künftig Soloprojekten widmen, diese waren jedoch bis auf Ausnahme von Furnier von wenig Erfolg gekrönt. Dieser änderte seinen Künstlernamen 1974 offiziell in Alice Cooper und wollte vor allem Konzeptalben veröffentlichen. In Bezug auf die Bühnenshow knüpfte er an das Konzept der Band an und setzte vor allem auf starke visuelle Effekte.

Zwischen Ende der 1970er Jahre und Mitte der 1980er Jahre kämpfte Alice Cooper darüber hinaus mit massiven Alkoholproblemen. Nachdem er diese überwunden hatte, gelang es ihm jedoch, wieder an die Spitze der Charts zurückzukehren, wo er bis in die Gegenwart vertreten ist.

Foto: von Ralph Arvesen [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

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